Prüfziffer
Die Prüfziffer (Check Digit) ist die letzte Stelle vieler Identnummern – GTIN, EAN, SSCC, GLN – und wird nach einem festen Algorithmus aus den übrigen Ziffern berechnet (im GS1-System: Modulo 10 mit 3-1-Gewichtung). Sie deckt Tipp- und Lesefehler auf: Stimmt die berechnete Prüfziffer nicht mit der letzten Stelle überein, ist die Nummer ungültig.
Der GS1-Algorithmus multipliziert die Ziffern von rechts abwechselnd mit 3 und 1, summiert die Ergebnisse und ergänzt auf das nächste Vielfache von 10. Damit werden alle Einzelziffern-Fehler und die meisten Zahlendreher erkannt.
Wichtig für die Praxis: Scanner und Kassensysteme prüfen die Ziffer automatisch – eine falsch berechnete Prüfziffer fällt spätestens im Wareneingang des Kunden auf. Etikettensoftware berechnet sie deshalb immer selbst; Prüfziffern von Hand einzutippen ist eine klassische Fehlerquelle.
Was die Prüfziffer nicht leistet: Sie garantiert weder, dass die Nummer existiert, noch dass sie zum richtigen Produkt gehört – sie sichert nur die formale Korrektheit der Ziffernfolge.
Häufige Fragen
Ziffern von rechts beginnend abwechselnd mit 3 und 1 multiplizieren, Summe bilden, Differenz zum nächsten Zehner ist die Prüfziffer. GS1 bietet dafür Online-Rechner – Etikettensoftware erledigt es automatisch.
Nein. GS1-Nummern immer, Code 128 sichert sich über ein internes Prüfzeichen, Code 39 hat die Prüfziffer nur optional. 2D-Codes arbeiten stattdessen mit mathematischer Fehlerkorrektur.
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