Glossar

RFID

RFID (Radio Frequency Identification) identifiziert Objekte per Funk: Ein Transponder (Tag) am Objekt antwortet auf das Feld eines Lesegeräts und überträgt seine Kennung – ohne Sichtkontakt, durch Verpackungen hindurch und im Pulk von Hunderten Tags gleichzeitig. In der Logistik dominiert UHF-RFID (auch RAIN RFID genannt) mit Reichweiten von mehreren Metern.

Ein RFID-System besteht aus Tags (meist passiv, ohne Batterie – die Energie liefert das Lesefeld), Readern und Antennen sowie der Software, die Lesungen filtert und an WMS oder ERP übergibt. Auf dem Tag steht typischerweise ein EPC (Electronic Product Code) als eindeutige Kennung.

Die Stärken gegenüber dem Barcode: Pulkerfassung ganzer Paletten in Sekunden, keine Ausrichtung nötig, wiederbeschreibbare Tags für Behälterkreisläufe, Erfassung an Toren und Durchfahrten ganz ohne Handgriff.

Die Grenzen: Metall und Flüssigkeiten dämpfen das Funkfeld und verlangen spezielle On-Metal-Tags, die Kosten pro Datenträger liegen über dem Etikett, und ein RFID-Projekt braucht saubere Prozessplanung – welche Lesung an welchem Punkt zählt. Gedruckt und codiert werden RFID-Etiketten (Smart Labels) übrigens mit RFID-fähigen Etikettendruckern wie der Zebra ZT411R.

Verwandte Themen: EPC · NFC · RFID-Etiketten

Häufige Fragen

In der Breite nicht – der Barcode bleibt der günstigste Datenträger. RFID ergänzt ihn dort, wo Pulkerfassung, fehlender Sichtkontakt oder automatische Torlesungen den Mehrpreis rechtfertigen. Viele Smart Labels tragen beides: Chip plus gedruckten Code.

Passive UHF-Tags werden je nach Tag, Antenne und Umgebung typischerweise auf 1 bis 10 Meter gelesen – an optimierten Toren auch mehr. Metall und Flüssigkeiten reduzieren die Reichweite deutlich.

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