Fünf Probleme beim Scannen – und ihre Ursachen
Wenn ein Code nicht gelesen wird, liegt es fast nie am Scanner. In der überwiegenden Zahl der Fälle steckt die Ursache im Etikett – und lässt sich mit wenigen Handgriffen beheben.
Nummer eins ist die Druckqualität. Ein zu heißer oder zu kalter Druckkopf, ein verschlissenes Farbband oder eine falsche Material-Farbband-Kombination lassen Striche verlaufen oder ausfransen. Der Kontrast sinkt, die Kanten werden unscharf – und irgendwann liegt der Code unter der Schwelle, ab der ein Scanner ihn sicher dekodiert. Ein Barcode-Verifier misst das objektiv nach Norm, statt es am eigenen Scanner zu erraten.
Nummer zwei ist die Ruhezone: der leere Rand links und rechts vom Code. Wird das Etikett zu knapp gestaltet oder der Code zu nah an den Rand gesetzt, findet der Scanner den Anfang nicht mehr. Nummer drei sind Material und Reflexion – glänzende Folien, gewölbte Oberflächen und Ware unter Stretchfolie werfen Licht so zurück, dass die Optik nichts Verwertbares sieht. Matte Materialien und ein anderer Lesewinkel lösen das meist.
Nummer vier ist die falsche Symbologie: Der Code ist in Ordnung, aber der Scanner ist für diesen Typ nicht freigeschaltet – oder umgekehrt sind so viele Typen aktiv, dass er sich verliest. Und Nummer fünf ist schlicht die falsche Geräteklasse: Wer aus zwölf Metern ein Hochregal-Etikett lesen will, braucht einen Long-Range-Scanner und ein retroreflektierendes Etikett, kein Standardgerät.
| Ursache | Symptom | Abhilfe |
|---|---|---|
| Druckqualität | Code wird mal gelesen, mal nicht | Druckparameter, Druckkopf reinigen, Material/Farbband abstimmen, Verifier |
| Zu kleine Ruhezone | Code wird gar nicht erkannt | Layout anpassen, Rand freihalten |
| Reflexion / Material | Nur in bestimmtem Winkel lesbar | Mattes Material, Lesewinkel ändern, Beleuchtung anpassen |
| Falsche Symbologie | Ein Codetyp funktioniert nie | Codetyp im Scanner aktivieren, unnötige deaktivieren |
| Falsche Geräteklasse | Auf Distanz oder bei DPM keine Lesung | Long-Range- bzw. DPM-fähiges Gerät einsetzen |
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Häufige Fragen
Weil Ihr Scanner toleranter sein kann als seiner. Genau dafür gibt es die genormte Qualitätsmessung: Ein Verifier bewertet den Code unabhängig vom Lesegerät und dokumentiert das Ergebnis – die beste Absicherung gegen Reklamationen.
Oft ja. Eine größere Modulbreite verzeiht Druckschwankungen und erhöht die Lesedistanz. Wo der Platz fehlt, ist stattdessen eine höhere Druckauflösung oder ein 2D-Code wie DataMatrix der bessere Weg.
Unsicher, was zu Ihrem Prozess passt?
Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.
