Thermodirektdruck
Beim Thermodirektdruck erhitzt der Druckkopf wärmeempfindlich beschichtetes Thermopapier punktgenau – die Beschichtung verfärbt sich schwarz, ganz ohne Farbband. Das macht das Verfahren einfach und günstig im Betrieb, das Druckbild ist jedoch vergänglich: UV-Licht, Wärme und Reibung lassen es über Monate verblassen.
Die Domäne des Thermodirektdrucks sind kurzlebige Etiketten: Versandetiketten, Bons, Wiege- und Prozessetiketten, deren Lebenszyklus in Tagen oder Wochen endet. Kein Farbbandwechsel, kein Abstimmungsaufwand – nur die Rolle tauschen.
Die Grenzen: Thermopapier dunkelt bei Hitze nach (Sommer im Auto, Nähe zu Wärmequellen), bleicht unter Licht aus und verträgt viele Weichmacher und Lösungsmittel nicht. Für Typenschilder, Chargenetiketten mit langer Lagerdauer oder Außeneinsatz ist Thermotransfer die richtige Wahl.
Praktisch jeder Thermotransferdrucker beherrscht den Thermodirektmodus mit – wer beide Etikettenwelten braucht, fährt sie auf demselben Gerät.
Verwandte Themen: Ratgeber: Thermodirekt oder Thermotransfer? · Thermotransferdruck · Etiketten
Häufige Fragen
Innen, trocken und lichtgeschützt einige Monate; unter UV-Licht, Wärme oder Reibung deutlich kürzer. Für alles, was länger als etwa sechs Monate lesbar bleiben muss, empfiehlt sich Thermotransfer.
Pro Etikett meist ja, weil das Farbband entfällt – Thermopapier ist allerdings etwas teurer als Normalpapier. Die Rechnung kippt, sobald verblasste Etiketten Nachdrucke oder Reklamationen verursachen.
Unsicher, was zu Ihrem Prozess passt?
Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.
