Herstellervergleich
Zebra oder Datalogic?
Wir sind Partner beider Hersteller und müssen deshalb keine Marke verteidigen. Die ehrliche Antwort vorweg: Bei der Kernaufgabe — Codes im Lager zuverlässig lesen — nehmen sich die aktuellen Industriegeräte von Zebra und Datalogic wenig. Die Entscheidung fällt an fünf anderen Punkten, und die lassen sich vorher prüfen.
Wo sich die beiden überschneiden — und wo nicht
Beide Hersteller bauen Handscanner und mobile Datenerfassungsgeräte für den industriellen Einsatz. In diesem Bereich konkurrieren sie direkt, und dort ist die Auswahl eine Frage von Bauform, Zubehör und Betreuung. Interessanter sind die Ränder des Portfolios, weil sie darüber entscheiden, ob Sie mit einer Marke auskommen.
| Bereich | Zebra | Datalogic |
|---|---|---|
| Handscanner für Lager und Industrie | Ja | Ja |
| Mobile Datenerfassungsgeräte | Ja | Ja |
| Stationäre Industriescanner | Ja | Ja |
| RFID-Lesegeräte | Ja | Ja |
| Etikettendrucker und Verbrauchsmaterial | Ja — Thermodirekt, Thermotransfer, mobil, Print and Apply, dazu Etiketten und Farbbänder | Im Produktkatalog nicht enthalten |
| Kassenscanner für den Handel | Im Sortiment, aber nicht der Schwerpunkt | Eigene Produktlinie |
| Laserbeschriftungssysteme | Nein | Eigene Produktlinie |
| Wearables und Ringscanner | Eigene Produktlinie | Im Sortiment |
| Geräteverwaltung aus dem Haus des Herstellers | Ja | Ja |
Daraus folgt die erste Faustregel: Wer Scanner, mobile Geräte und Etikettendruck aus einer Marke beziehen will, kommt an Zebra nicht vorbei. Wer aus dem Handel kommt und Kassenscanner mitdenkt, oder wer Teile dauerhaft kennzeichnen statt etikettieren will, findet bei Datalogic Bereiche, die Zebra nicht abdeckt.
Die fünf Punkte, an denen die Entscheidung wirklich fällt
In der Praxis ist die Markenfrage selten die erste. Diese fünf sind es.
| Kriterium | Warum es zählt | Wie Sie es prüfen |
|---|---|---|
| Was schon da ist | Zubehör, Ladestationen, Halterungen und die Geräteverwaltung sind je Hersteller eigene Welten. Eine zweite Marke verdoppelt die Verwaltung | Bestand zählen. Ab zehn bis zwanzig Geräten wiegt dieser Punkt schwerer als der Stückpreis |
| Bauform und Griff | Ein Gerät, das eine Schicht lang getragen wird, entscheidet sich an Gewicht, Tastenlage und Displaygröße — nicht an der Leseweite | Die Leute, die damit arbeiten, eine Woche testen lassen |
| Geräteverwaltung | Updates, Konfiguration und Sperrung aus der Ferne. Ohne das wird jede Änderung zum Gang durch die Halle | Fragen, wie ein Update auf fünfzig Geräte kommt, ohne sie einzusammeln |
| Ersatzteile und Reparaturdauer | Ein ausgefallenes Gerät kostet Arbeitszeit, nicht Anschaffungspreis | Nach Leihgerät im Störfall und Reparaturweg fragen — nicht nach Garantiejahren |
| Verfügbarkeit über die Laufzeit | Geräte werden über Jahre nachgekauft. Eine Baureihe, die ausläuft, zwingt zur Neuauswahl | Nach Produktlebenszyklus und Nachfolgemodell fragen, bevor die erste Charge bestellt wird |
Was wir nicht behaupten
Sie finden auf dieser Seite keine Aussage, welcher Hersteller „schneller liest" oder „robuster" ist. Solche Vergleiche beruhen auf Datenblattwerten unter Laborbedingungen, und die sind zwischen zwei Industriegeräten derselben Klasse austauschbar. Was im Gang zwischen zwei Stahlregalen passiert, zeigt nur ein Test dort. Genau deshalb stellen wir Testgeräte bei — mit der eigenen Ware, den eigenen Etiketten und dem eigenen Funknetz.
Mehr zu den einzelnen Herstellern auf den Seiten zu Zebra und Datalogic. Welche Bauform zu welcher Aufgabe passt, steht im Beitrag Welcher Scanner wohin?
Häufige Fragen
Für die Kernaufgabe im Lager, also Codes zuverlässig und schnell lesen, nehmen sich die aktuellen Industriegeräte beider Hersteller wenig. Die Entscheidung fällt deshalb fast nie an der Lesequalität, sondern an den Dingen daneben: Welche Bauform passt zum Griff, welche Geräte sind in Ihrem Betrieb schon im Einsatz, wie werden sie verwaltet, und wie schnell kommt Ersatz. Wir sind Partner beider Hersteller und deshalb nicht gezwungen, eine Marke zu empfehlen.
Die Etikettendrucker. Zebra liefert Scanner, mobile Computer, Drucker, Etiketten und Farbbänder aus einem Haus; im Produktkatalog von Datalogic sind Thermo-Etikettendrucker nicht enthalten (geprüft am 09.10.2026). Wer Scanner und Druck aus einer Marke will, landet deshalb bei Zebra. Datalogic hat dafür Bereiche, die Zebra so nicht führt — etwa Kassenscanner für den Handel und Laserbeschriftung.
Es ist meist das stärkste Argument überhaupt. Zubehör, Ladestationen, Halterungen, Ersatzakkus und vor allem die Geräteverwaltung sind je Hersteller eigene Welten. Ab etwa zehn bis zwanzig Geräten kostet eine zweite Marke im Betrieb mehr, als sie beim Einkauf spart — nicht wegen der Technik, sondern wegen der doppelten Verwaltung.
Mit einem Testgerät im eigenen Lager, an den eigenen Etiketten, im eigenen Funknetz und mit den Mitarbeitern, die damit arbeiten sollen. Eine Woche reicht meist. Datenblattwerte zu Lesereichweiten und Fallhöhen sind unter Laborbedingungen gemessen und sagen über den Gang zwischen zwei Stahlregalen wenig.
Ja. Wir sind Partner von Zebra und von Datalogic und liefern, konfigurieren und reparieren Geräte beider Hersteller. Repariert werden in unserer Werkstatt in Wien darüber hinaus auch Geräte, die nicht von uns stammen.
Es gibt weitere gute Anbieter am Markt. Wir führen Zebra und Datalogic, weil wir für diese beiden Beratung, Ersatzteile und Service in einer Tiefe leisten können, die bei einer breiteren Markenliste nicht mehr möglich wäre. Wenn ein anderes Fabrikat für Ihren Fall das richtige ist, sagen wir das.
Testgerät statt Datenblatt — wir stellen beide Marken bei
Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.
