Integration

Scanner, MDE und Lagersoftware an Ihr ERP anbinden.

Ein Scan ist erst dann etwas wert, wenn die Buchung dort ankommt, wo die Zahlen geführt werden. Die Barcodesystems 26 GmbH verbindet Barcode-Hardware, mobile Datenerfassung und die Lagerverwaltung LOGIS mit vorhandenen ERP-, SAP- und Warenwirtschaftssystemen — über deren Schnittstellen, nicht über Zwischendateien, die abends jemand händisch einliest.

Die eine Frage, die vor allen anderen kommt

Wer führt den Bestand? Diese Frage entscheidet über Aufwand, Kosten und die Architektur des ganzen Projekts, und sie wird erstaunlich oft übersprungen. Es gibt zwei saubere Antworten und eine, die Ärger macht.

Entweder das ERP führt den Bestand und die Lagerlösung meldet ihm Bewegungen — dann ist das ERP die Wahrheit, und die Lagersoftware darf nie eigenmächtig buchen. Oder die Lagerverwaltung führt den Bestand und übergibt dem ERP Ergebnisse — dann hat das Lager seine eigene Wahrheit, und das ERP bekommt Summen statt Einzelbewegungen. Die dritte Variante, in der beide Systeme Bestände führen und sich gegenseitig abgleichen, sieht auf dem Papier flexibel aus und endet in Differenzen, die niemand mehr auflösen kann.

Welche Wege es gibt

„Schnittstelle" ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Kategorie. Zwischen den Varianten liegen Faktoren an Aufwand und an Verlässlichkeit.

Anbindungsarten im Vergleich
VerfahrenWie es arbeitetWann es passtWoran es krankt
Programmierschnittstelle des ERPDie Lagerlösung ruft das ERP auf und bekommt sofort AntwortErste Wahl, wenn das ERP eine dokumentierte Schnittstelle hatNicht jedes System hat eine, und manche nur gegen Lizenz
Middleware oder IntegrationsdienstEin Dienst dazwischen übersetzt und verteilt die NachrichtenMehrere Systeme, unterschiedliche Formate, viele StandorteEin zusätzliches System, das betrieben und gepflegt werden will
DatenbankzugriffDie Lagerlösung liest und schreibt direkt in die ERP-DatenbankNur dort, wo der ERP-Hersteller das ausdrücklich freigibtUmgeht die Prüflogik des ERP; bei Updates jedes Mal ein Risiko
DateiaustauschGesammelte Daten werden als Datei übergeben und zeitversetzt eingelesenEinfache Fälle, geringe Mengen, kein EchtzeitbedarfKeine Rückmeldung am Gerät; Fehler fallen erst später auf

Was im Lager davon ankommt

Der Unterschied zwischen einer echten Anbindung und einem Datenaustausch zeigt sich an einer Stelle: beim Fehler. Scannt jemand den falschen Lagerplatz, muss das am Gerät auffallen — in der Sekunde, in der es passiert, mit der Palette noch in der Hand. Wird die Buchung stattdessen angenommen und abends übertragen, steht die Korrektur drei Wochen später in einer Inventurdifferenz, und niemand weiß mehr, woher sie kommt.

Deshalb fragen wir bei der Prüfung eines ERP nicht nach der Funktionsliste, sondern nach vier Dingen: Kann das System eine Buchung zurückweisen? Kann es Chargen, Seriennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten mitführen, wenn der Prozess sie verlangt? Kann es Stammdaten in Richtung Lager liefern, damit das Gerät Artikel kennt? Und was passiert bei einem Verbindungsabbruch im Funkloch — sammelt das Gerät und bucht nach, oder ist die Erfassung verloren?

Was wir übernehmen und was nicht

Wir richten die Strecke vom Scan bis zur Buchung ein, stimmen uns mit Ihrem ERP-Betreuer oder Softwarehaus ab und testen den Ablauf mit echten Belegen, bevor umgestellt wird. Was wir nicht tun: an Ihrem ERP selbst entwickeln. Wo dessen Hersteller gefragt ist, sagen wir das vorher und nicht nach der Beauftragung. Zum Druck von Etiketten direkt aus SAP gibt es einen eigenen Ratgeberbeitrag; ob überhaupt eine eigene Lagersoftware nötig ist, behandelt der Beitrag WMS oder ERP-Lagermodul.

Häufige Fragen

Unsere Lagerverwaltung LOGIS ist dafür ausgelegt, neben einem führenden System zu laufen und nicht an dessen Stelle. Welche Schnittstelle genutzt wird, hängt an Ihrem ERP: eine Programmierschnittstelle, ein Datenbankzugriff, ein Dateiaustausch oder ein Middleware-Dienst. Was Ihr System hergibt, klären wir vor dem Angebot und nicht während der Umsetzung.

Grundsätzlich ja, und es gibt dafür mehrere Wege mit sehr unterschiedlichem Aufwand: über die Standardschnittstellen des Systems, über einen vorgelagerten Dienst, der Scans sammelt und übergibt, oder über eine Lagerverwaltung, die das Gerät führt und die Buchung an SAP meldet. Welcher Weg passt, entscheidet sich an Ihrem SAP-Stand, an den vorhandenen Lizenzen und daran, wer das System betreut.

Das übernehmen wir als Teil des Projekts. Wir liefern nicht nur die Geräte, sondern richten die Strecke vom Scan bis zur Buchung im führenden System ein — inklusive Abstimmung mit Ihrem ERP-Betreuer oder Softwarehaus. Wo deren Mitwirkung nötig ist, sagen wir das vorher.

Eine Schnittstelle prüft beim Buchen: Das führende System antwortet, ob die Buchung angenommen wurde, und ein Fehler erscheint am Gerät. Ein Dateiaustausch überträgt gesammelte Daten zeitversetzt — dann bucht das System stumm, und Fehler fallen erst beim nächsten Abgleich auf. Beides funktioniert, aber nur das erste erlaubt eine Prüfung im Moment der Bewegung.

Dann sagen wir das, bevor ein Projekt beginnt. Es gibt Umwege — Zwischendatenbank, Dateiaustausch, Middleware —, aber sie kosten Pflegeaufwand und sind keine gleichwertige Lösung. Die ehrliche Antwort ist manchmal, mit dem ERP-Hersteller zu sprechen, bevor Hardware beschafft wird.

Nicht zwingend. Wenn Ihr ERP ein Lagermodul mitbringt, das Lagerplätze, Chargen und mobile Erfassung kann, reicht das oft — dann ist die Anbindung der Geräte die ganze Aufgabe. Eine eigene Lagerverwaltung lohnt sich, wenn das ERP Bestände nur mitschreibt, statt die Bewegung zu steuern.

Schnittstelle prüfen, bevor Hardware bestellt wird

Wir schauen uns Ihren Ablauf an und empfehlen erst danach ein Gerät oder eine Software — herstellerunabhängig und mit Testgerät vor der Bestellung.